Harappa-Kultur

Lange gesucht und endlich wiedergefunden: Den Beitrag zu diesem Thema (Harappa). Bitte achtet darauf, dass diese Kultur keine öffentliche Religion, keine Verteidigungsanlagen und praktisch keine Waffen aufweist. Wohl aber eine Mutter-Göttin / Himmelsmutter.

Zeitlich liegt das 3000 Jahre nach den Ausgrabungen von Göbekli Tepe, wo die Leute noch als „Sammler und Jäger“ rumgelaufen sein sollen (übrigens immer Männer, in allen Dokumentationen. Frauen kommen in Archäologen-Köpfen nicht vor, was jede Interpretation fragwürdig macht).

Da hat sich also ein ausgeprägtes mathematisches, metereologisches, astrologisches und so weiter Wissen aufgebaut innerhalb von 3000 Jahren. Kaum zu glauben!

Es wäre gut, wenn Archäolog*innen endlich zu der Formulierung fänden: „…bei bisherigem Wissen gab es…“

Stellt Euch also einfach mal vor: In der Harappa-Kultur kreiste alles um das Teilen von Wissen, Gütern und Gemeinschaftlichkeit = es war eine Kultur, die in Augenhöhe lebte und somit mind. zu 50 % weiblich war.

Dort sind die Wasseranlagen beschrieben, mit denen diese Städte ganzjährig für Versorgung standen und es möglich machten, dass Landwirtschaft sehr erfolgreich durchgeführt werden konnte. Erst mit dem Versiegen des Schwesternflusses des Indus ist diese Kultur aufgegeben worden.

Eine neue Studie indischer Archäologen fand nun jedoch Hin- und Beweise dafür, dass die kaum bekannte Indus-Kultur mit einem Alter von rund 8.000 Jahren sogar noch älter ist als die Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens.

Die Universelle Mutter Sawaswati (heute Hindu-Göttin, sie heißt aber immer noch die Mutter des Flusses) ist die des Flusses Ghaggar-Hakra, der nur in der Monsun-Zeit oberirdisch verläuft. Vor mehr als 5000 Jahren floss er gleich dem Indus ganzjährig oberirdisch. Die Stadt Dholarvita liegt heute in einer Wüste, war aber in der Indus-Kultur eine Stadt von ca. 40.000 Einwohnern, die mit dem Wasser des Flusses Staubecken in der Monsun-Zeit füllte, gegen die Ankor-Vat eine kleine Banalität ist. Die Becken füllten sich nacheinander; die Staustufen waren etwa 5 m in der Höhe versetzt. Dort gab es außerdem ein Depot für Regenwasser und ein Reservoire von 20 m Tiefe und einer Breite von ca. 5 m, wo noch heute hervorragendes Wasser geschöpft werden kann. Brauchwasser wurde separat abgeführt. Außerdem wurde dort damals der Indus-Einhandziegel erfunden, der mit konstanten Maßen (4:2:1) bis heute genutzt wird.

Nachdem der damals ganzjährig oberirdisch fließende Fluss Ghaggar versiegte, ist die Gesellschaft offensichtlich zum Indus übergesiedelt. Anscheinend aber, ohne das Wissen, das in Dholarvita genutzt wurde, weiterhin zu pflegen. Heutzutage ist in der Monsun-Zeit landunter; das Wissen scheint nicht weiter tradiert worden zu sein. Stattdessen verlieren Menschen bei Überschwemmungen Haus, Hof und Leben; die Wasser-Reservoirs scheinen ganz verschwunden zu sein.

Die Induskultur ist sicherlich eine mütterlich orientiere Zivilisation gewesen. Es gibt in Dholarvita keine Tempel und keine erhöhten Gebäude, die auf eine „Regierung“ oder einen „Herrscher“ schließen lassen. Alles ist mehr oder weniger gleich hoch gebaut. Es wurde viel Spielzeug gefunden, jedoch keine Waffen. Noch heute gibt es die Indus-Nomaden, wo Frauen einen hohen Stellenwert haben. Diese Gesellschaft war imstande, detailliert zu rechnen (sonst wären diese Bauten und das Wasser-Management nicht möglich gewesen); sie muss viel von Astronomie verstanden haben, um den Monsun berechnen zu können. Sie besaß eine Schrift. Das alles erfolgte bereits vor den Ägyptern und anderen Kulturen. Sie exportierte Schmuck, Kleidung (Baumwolle vor allem) und sicherlich auch Nahrungsmittel in Richtung der saudi-arabischen Halbinsel, wo man u.a. Karneolketten aus dieser Indus-Periode gefunden.

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Gedanken zum Paradies

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