Symbole der Großen Göttin

Diese Symbolbetrachtung ist u.a. entnommen dem Buch „Die Sprache der Göttin“ von Marija Gimbutas sowie den Betrachtungen von Heide Göttner-Abendroth, Göttinnen-Mythen, sowie Gerda Weiler, Ich verwerfe im Lande die Kriege

Glück, mehr als 5000 Jahre alt

3, Dreifachlinie, Drei-Zahl

Ganzheit, Überfluss, dreifache Quelle; assoziiert mit der Funktion der Göttin als Gebärende und Lebensspenderin. Das Dreifache ist immer die Gesamtheit.

3, Triade, göttliche

Mondphasen
Die drei Erscheinungsformen der Großen Göttin

1. ‚ Die Junge Frau („Jungfrau“ ist patriarchaler Klau, um Frauen an ihrer Entfaltung zu hindern), die die Erde mit frischem Grün im Frühjahr erstehen lässt. Sie entspricht der Weißen Göttin.

2. ƒ‚ Die mütterliche Göttin, die alles nährt und erwachsen sowie sich entfalten lässt. Gleichzusetzen dem Weltenei, das in seiner Fülle der Erde das Leben spendet. Sie entspricht der Roten Göttin.

3. ƒ Die weise Alte / Göttin von „Tod im Leben und Leben im Tod“, die alle in die schützende Höhle begleitet, um sie dort zu stillen und zu nähren für die nächste „Runde“. Sie entspricht der Schwarzen Göttin.

Die Farben sind Weiß (junge Frau), Rot (gebärende und nährende Frau) sowie Schwarz (Weisheit und Übergang).

→ Namen der Göttin weiter unten. Insofern gibt es keine vielen Göttinnen sondern nur die Eine, die in vielen Emanationen unser Bewusstsein erreicht. Jede Kultur benennt dies anders und beschreibt auf die eigene Weise.

4.1

666

3 x die Blume des Lebens. 3 = Trinität, Triade der Großen Göttin.
6 = 2 x 3, also zwei übereinander gesetzte, miteinander verwobene Dreiecke, was in diesem Fall wieder 6 Dreiecke ergibt. Auch so wiederholt sich die Blume des Lebens. Diese Zahl kann als heilig angesehen werden. Die Quersumme ist 18, deren Quersumme 9 ist. Die 9 ist göttlich.

Almah

Al-mah (Al = Gott, mah = Mutter = Gottesmutter). Die Almah erfüllt bei der Heiligen Hochzeit eine kultische Funktion. In ihr wird die hervorbringende Kraft gepriesen und verehrt. Die Almah ist immer Priesterin, Trägerin heilbringeder Käfte.

Anch

Heute als ägyptisches Symbol des Lebens und der Heilung bekannt. Es dürfte jedoch schon älter sein, denn es ist in den Ansätzen bereits auf dem Relief von Burnett zu sehen. Dort ähnelt es sehr dem Zeichen der Waage (Venus) entsprechend der heutigen Astrologie.

Anch 1

Aschera

Aschera = (auch Ascherah, Ašerā) ist eine syrisch-kanaanäische Meeresgöttin. Meer = Wasser = Gefühle (Element). Ihr männliches Heros / Held scheint Baal gewesen zu sein. Jedenfalls wird dieser in ihrem Zusammenhang häufig in der Bibel benannt. Beide, Aschera und Baal, sollen lt. Buch der Könige ausgerottet und zerstört werden. Das gleiche Ansinnen verfolgte das Römische Reich bei dem Versuch, Kartago zu übernehmen. Hier wurde schon vor dem Angriff auf diese Handelsstadt bereits verbreitet, Baal-Anhänger würden Unzucht mit Kindern betreiben und diese dann umbringen. Es ist anzunehmen, dass damit die Haltung der durchschnittlichen Römer für einen Angriffskrieg positiv eingestimmt werden sollte.

Auge

Auge, Horus

Die fruchtbare Quelle der Eulengöttin, verknüpft mit Wassersymbolen (Ströme, Näpfchen). Austauschbar mit strahlender Sonne, Schlange / Spirale und Widderhörnern. Dieses Dritte Auge entspricht der Epiphyse (Zirbeldrüse), dem Blick auf inneres Wissen, das heute oft als Intuition bezeichnet wird und der Empathie Ausdruck verleiht. Bei einem Teil der Reptilien ist dieses Dritte Auge offensichtlich an der Schädeldecke zu erkennen.

Axt, Doppelaxt

Doppelaxt

auch Labrys (→ Labyrinth) genannt. Sie ist ein Kraftsymbol; wegen ihrer Dreiecksform stellt sie eine symbolische Verbindung zum weiblichen Schamdreieck (Vulva) dar.  Später wurde sie als Doppelaxt gefunden.
Als Doppelaxt symbolisiert sie die beiden Mondsicheln als zu- und abnehmender Mond, damit das Weltenei. Die Doppelaxt diente als zeremonielles Zepter. Ihre Trägerinnen wurden deshalb auch „Labryadai“ (Axt-Trägerinnen) genannt.
Das Symbol ist später vom patriarchalen Thor übernommen worden, ebenso wie die Kraft von Blitz und Donner als Zerstörungswaffe (vorher Schöpfungsprinzip). Ebenso wurde es bei Darstellungen des indischen Gottes Shiva gefunden. Bei Buddhisten wird die Doppelaxt als Vollstreckungswerkzeug gegenüber Ungläubigen benannt.

Bärin

Urzeitliche Gebärerin, schwangere Frau, Mutter (mit Bärenmaske).

Bauch

→ Hügel, Brotofen, schwangerer Bauch, Geburtshöhle.

Biene

Symbol der Lebenserneuerung und Erscheinen der Göttin der Erneuerung

Bogen, mehrfach

In senkrechten Säulen: sich entfaltendes Leben

Brautsteine

Steine, denen die Kraft zugeschrieben wurde, unfruchtbare Frauen zur Schwangerschaft zu verhelfen. Die glatte Oberfläche dieser Steine rührt von dem Brach her, dass Frauen, die sich von ihnen Fruchtbarkeit erhofften, mit entblößtem Gesäß darüber rutschten.

Brotofen

In Form eines schwangeren Bauchs ist er ein Symbol für den schwangeren Bauch der Göttin und ihrer Erdfruchtbarkeit; verwandt mit Hügel und Grabhügel.

Brunnen

Quelle des Lebens, im Besitz der lebensspendenden Göttin (Schicksalsgöttin). Konzentrierte Lebenskraft unter einem Stein (Menhir), in der Regel umgeben von einem Steinkreis oder einem Graben.

Brust

Symbol der Vogelgöttin in ihrer Funktion als Leben-, Nahrung- und Reichtumspenderin. In Megalithgräbern steht das Bild für die lebenserneuernden Kräfte derselben Göttin.

Bukranion

Bukranion

Kuhkopf und –hörner, Abbild des Uterus; Symbol der Lebenserneuerung

Bürstenzeichen

Kraftsymbol mit der Göttin in ihrer lebenserneuernden Funktion verknüpft. Häufig assoziiert mit der Vulva, austauschbar mit Flügeln und Schiff. Apotropäisches Symbol (zur Abwehr von Unheil) in Form eines Kamms

Cairn

Steinhügel über den Gräbern, gelegentlich aus weißen, glänzenden Quarzsteinen aufgehäuft, Symbol für das Ein (Lebenserneuerung) oder den Tod (Farbe der Knochen)

Dolmen

Kammergrab von rundem oder rechteckigem Grundriss („großer Tisch“) der einfachste Typ des jungsteinzeitlichen Megalithgrabes in Westeuropa. Der Typ des Portaldolmens kommt hauptsächlich in Irland, vereinzelt aber auch in Wales und Cornwall vor. Die rechteckige Grabkammer wird im Allgemeinen nach hinten schmaler und niedriger, ihr Zugang besteht aus zwei hohen Portalplatten, die eine Art Veranda oder Vorhof bilden.

Doppelbild

Zwei zusammengewachsene Früchte, zwei Samenkörper, Raupen, Schlangen, Phalli oder menschiche Gestalten und Tempel symbolisieren die Kraft der Zwei, die Göttin des Erdfruchtbarkeitszyklus, die Dualität von Sommer und Winter, von Jung und Alt.

Doppellinie

Schwangerschaft, Zweiheit, mehr als eins

Drache

Wolkenbild mit Drachen

→ (See-)Schlange

Dreieck

Dreieck

Lebenserneuernder Schoß der Göttin, frühestes aller bekannten Symbole ( bereits im Paläolithikum belegt).

Dunkel(heit)

Interessanterweise spricht man in der Physik von der „dunklen Materie“ und beschreibt so ein nicht fassliches Pool an Energie, die als Schöpfungsenergie des Universums angesehen wird. Dunkelheit ist etwas, was der (Herren-)Mensch fürchtet, da er ein Augentier ist und auf seine Sicht angewiesen. Er kann sich nicht auf seine Intuition verlassen, da seine Lebensphilosophie dergleichen der Frau zuordnet („Gefühl“ genannt). Also wirkt Dunkelheit bedrohlich und wird somit der Weiblichkeit zugeordnet; wie auch Undurchschaubarkeit und Mystizismus. Eben alles, was mit den Augen nicht erfassbar ist.

El / Al

= Gott, als zeitlich limitierter Auftrag zur Gewährleistung der Fruchtbarkeit des Landes. Jedes Jahr wird neu die Heilige Hochzeit gefeiert und ein neuer Gott/König als Garant von Regen und Fruchtbarkeit eingesetzt.

Vergl. „El“, „El-ochim“, „Al-lah“ (Gott der Anat), Isra-El

Elfe

Emanation der dreifaltigen Göttin, auch Fee. Die Gesellschaft der Großen Göttin ist das Elfen- oder Feen-Volk, von dem alle Menschen ein Teil sein können.

A10072-500a

Ei, Vollmond

Universelles Symbol der Erneuerung und Wiedergeburt, 2. Erscheinung der (Roten) Göttin

Eisvogel

Symbol der Göttin des ruhigen Meeres. Zeitliche Zuordnung zu 14 Tagen in der Mitte des Winters, wenn Wetter und Winde in vollkommender Stille erstarren, um den Nestbau zu ermöglichen.

Eisvogel 07 A 1000

Elchkuh oder Rentierkuh

Hirschkuh

Engel

Engel 1

Die ganz alten Darstellungen der Göttin zeigen sie mit Flügeln. → Satan. Hier hat das Patriarchat wieder geklaut (Engel), was es nicht abschaffen konnte. Als Satan wurde die Göttin diskriminiert. Als solcher ist sie als Luzifer (Lichtträger) in Hiob Gegenspieler Gottes (Bibel).

Ente

Wichtigste Verkörperung der Vogelgöttin in ihrer Funktion als Zuteilende, die Glück, Reichtum und Nahrung bemisst.

ENTE 2

Esel

phallisches Sakraltier.

Eule

Prophetischer Vogel, Todesbote, Verkörperung der Göttin als Todbringerin, hat jedoch auch lebenserneuernde Eigenschaften. Sie ist auf Stelen und Megalithgräbern Westeuropas abgebildet und erscheint in Form von Urnen in Südosteuropa und Westanatolien.
Die Eule steht für Weisheit, ebenso wie das Dritte Auge. Die Eule wird oft auch als Sophia dargestellt. Zuordnungen zu den Göttin-Namen Lilith, Athene, Minerva, Blodeuwedd, Anath, Mari.

Eule 02

Eurynome

Eurynome, die Göttin aller Dinge. Nackt erhob sie sich aus dem Chaos. Aber sie fand nichts Festes, darauf sie ihre Füße hätte setzen können. Sie trennte daher das Meer vom Himmel und tanzte einsam auf seinen Wellen. Sie tanzte gen Süden; und der Wind, der sich hinter ihr erhob, schien etwas Neues und Eigenes zu sein, mit dem das Werk der Schöpfung beginnen konnte. Sie wandte sich um und erfasste diesen Nordwind und rieb ihn zwischen ihren Händen. Und, siehe da! Es war Ophion, die große Schlange. Eurynome tanzte, um sich zu erwärmen, wild und immer wilder, bis Ophion, lüstern geworden, sich um ihre göttlichen Glieder schlang und sich mit ihr paarte. So ward Eurynome … schwanger.

Falke

Symbol der Seele, die durch das Begräbnis durch den Vogel befreit würde. Siehe Horus. Diese Zuordnung ist jedoch schon patriarchal, denn im Glauben der Muttergöttin ging alles in die Unterwelt ein, wo die Schwarze Göttin dann für die Regeneration sorgte, um eine Wiedergeburt zu ermöglichen.

A00121, Falke 01

Fee → Elfe

Feen-Liebe

In matriarchalem Leben bestimmt die Frau ihren Helden und Partner. Durch die dadurch entstehende Offenheit in der Beziehung profitieren beide davon. Beide können sich bedingungslos füreinander öffnen.

Fisch

Symbol des Uterus und der Lebenserneuerung. Verkörperung der Göttin in ihrer Lebenserneuernden Funktion. Als Symbol des Christentums ist auch hier der patriarchale Klau erfolgt. Was sich (durch Paulus, Augustinus etc.) nicht abschaffen ließ, wurde mit veränderter / falscher Bedeutung integriert.

151 Wasserwelten

Frau Holle

Göttin, mitteleuropäischer Raum. Lange noch stellte sie den lebendigen Glauben an die helfende Macht der Mütterlichen Göttin dar und wurde es mit sich ausbreitenden Religionsansprüchen aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt (Mittelalter, Hexenverfolgung). Siehe auch Göttinnen-Mythen, nacherzählt von Heide Göttner-Abendroth.

Frosch oder Kröte

Symbol des Uterus oder des wandernden Uterus. Verkörperung der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung.

FROSCH

Fußumriss

Symbol der göttlichen Gegenwart, dem belebende und heilende Kraft innewohnt; mit Wasser gefüllt, hat es eine ähnliche Bedeutung wie das Näpfchen.

Galeriegrab

Megalithisches Grabmonument, dessen Grundriss die Form eines Korridors oder einer Vagina hat. Typisch bretonische Bauform. Datiert auf etwa 3.000 – 2.500

Ganggrab

Häufigste Form der Megalith- oder Kammergräber: Ein Rundhügel bedeckte die Grabkammer, die durch einen schmalen Gang zu erreichen war. Der Gang war deutlich von der Kammer abgesetzt, der Gesamtgrundriss ahmt Uterus und Vagina nach, Symbol der lebenserneuernden Göttin. Der Grabtyp kommt in der Bretagne, in Schottland, Irland und Wales, im Nordwesten Deutschlands und in Schweden vor. Er wird auf die Zeit vom 5. Bis zum 3. Jahrtausend datiert. Große Ganggrabanlagen mit kunstvoll gravierten Steinen wie Gavrinis, New Grange und Knowth müssten richtig als „Grabtempel“ bezeichnet werden.

Gans

Verkörperung der Vogelgöttin als Zuteilerin, die Wohlstand und Nahrung bemisst. Die Gans, die goldene Eier legt, ist ursprünglich die Göttin, die die Sonne gebiert, nachdem sie sich in ihrem Bauch zu einem neuen Umlauf erholt hat. Gleichzeitig auch damit das Weltenei. Bei den Kelten durfte sie deshalb auch nicht gegessen werden. Der Martinsbraten (eine Gans) datiert vermutlich aus der Vorstellung, mit dem Opfer einer Gans der Großen Göttin die Kraft zu spenden, die Erde im Neuen Jahr (ab dem Frühlingsanfang) wieder neu erstehen zu lassen. Diese Vorstellung könnte aber auch durch Umkehrung der Bedeutung durch das Christentum zustandegekommen sein, das die Gans zum weihnachtlichen Festbraten gemacht hat.

Gebira

Amtsträgerin in der Position der Königin, Herrscherin, vor allem der Königsmutter. Als solche war sie zwingend nötig (Israel und naher Osten), damit ein König inthronisiert werden konnte. Dabei bildete die Gebira die Regentin (Legislative) und der König die Exekutive. Ihre Existenz wird in der Bibel zwar ständig heruntergespielt oder totgeschwiegen. Aber bis zur Babylonischen Gefangennahme durch Nebukadnezar war die Gebira zwingend. Sie trug auch für alle gut sichtbar die Krone.

Die Stellung der Gebira ist eine Lebensaufgabe. Eine Königin in diesem Amt kann Gattin, Mutter oder Großmutter des regierenden Königs sein, unabhängig von dessen Regierungszeit. Sie muss nicht unbedingt ein verwandtschaftliches Verhältnis zum König haben. Sie kann auch einen Fremden „adoptieren“, ihn kultisch zum König erhöhen. Der Gebira untersteht der Kult. Sie ist die Hohepriesterin der höchsten Landesgöttin. Der Kult spielt eine so hervorragende Rolle und hat eine gesellschaftlich derart wichtige Bedeutung, dass die Gebira durch ihn auch in dynastischen und Politischen Funktionen verknüpft ist.

Gegenläufige Schlangenköpfe oder Spiralen

Symbol der Kraft, setzt lineare und zyklische Bewegung in Gang. Immer auch Symbol für die Rhythmik des Lebens und den Gang durch die Gezeiten des Lebens. Entwicklungsweg.

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Geier

Verkörperung der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung. Oft bei Isis als schützende Armbewegung um den Pharao dargestellt. Aber auch sonst sind die Geier-Flügel Teil der Göttin-Darstellungen (s. Lilith, Relief Burney) und bilden den Himmel und das Netz des Lebens.

Gesäß

Symbol der Stärke der Zwei, verwandt mit Brüsten, Doppelfrüchten, Doppelsamen und anderen Doppelbildern; gilt als lebenserzeugender und schwangerer Körperteil der Göttin. Bei Darstellungen der Vogelgöttin ahmt das ausladende Gesäß (im Profil betrachtet) einen Vogelkörper nach.

Geweih

In nördlicheren Gebieten waren es oft die Hirsche, deren Geweihe symbolisch für den → Gott standen und mit denen sich die Helden schmückten. Hierbei ist der Wortvergleich zu „weihen“ / geweiht interessant. „Im engeren sinne wird mit geweiht eine bestimmte entwicklungsstufe der geweihbildung gekennzeichnet,“ sagt das Grimmsche Wörterbuch. Die „Weihe“ könnte insofern ein aus der matriarchalen Zeit stammende Beschreibung der Widmung zur Göttlichen Mutter sein.

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Gold

Farbe des Todes → Knochen, Weiß

Gorgoneion, Maske

Furchteinflößendes Gesicht der Schlangen- und Vogelgöttin in ihrem Todesaspekt.

Gott / Held

Die Vorstellung von Gott /Held / Heros ist temporär, Gott ist sterblich. Gott ist der Sohn/Geliebte der Himmelsmutter, der für die Fruchtbarkeit der Erde und für den Regen tätig ist. Er wird als Sohn geboren, wird zum starken Stier und Geliebten der Göttin, um im Herbst/Winter wieder zu sterben. Er wird im Neuen Jahr wiedergeboren, um dem neuen Jahr neue Fruchtbarkeit zu bringen. Im südlichen Mittelmeerraum waren seine Bezeichnung El, Adonis, Adon, Ba’al, Jahwe… Auch Allah leitet sich von Al(El)Alat(Astarte) ab.

Grab

Der lebenserneuernde Schoß der Göttin. → Hypogäum, Megalithgrab

Gral

Kessel der Göttin, das Gefäß der Lebenskraft und aller dieser Kraft innewohnenden Kräfte. Vor allem wurde er als Gefäß der Inspiration gesehen (Brigid), aber auch des Frühlings und des Jahresbeginns. Um auf den Gral zurückzugreifen, bedarf es einer Grals-Trägerin, die zusammen mit ihrem Heros / brüderlichen Geliebten diesen Gral in Feen-Liebe in die Welt bringt, wobei der Heros den Gral nur tragen kann, wenn diese Trägerin anwesend und mit ihm in Verbindung ist. Da der Gral verborgen bleibt, ist kein Feen-Volk mehr im Leben, das dieses Gefäß wie das Füllhorn (der Pandora) über das Land verteilt und die Menschen heilt und in Freude nährt.

Haare

Zeichen der Stärke. In manchen Kulturen werden sie auch als Antennen zur Schöpfung verstanden.

In Kanaan lebte Simson, von dem in der Bibel berichtet wird (Kön., 13,17), dass seine enorme Stärke sich von seinen Haaren ableitete. Als Delilah diese abschnitt, konnte er gefangen genommen werden, was zuvor unmöglich war. Als die Haare nachgewachsen war, rächte er sich für diese Schmach und riss den Tempel ein, womit er alle dort anwesenden Pharisäer umbrachte, sich eingeschlossen.

Hände, göttliche

Stimulation des Lebens, Abwehrkraft gegen die Mächte des Bösen und des Todes.

Hahn

Phallus-Symbol. Noch heute deutlich im Hahnrei.

Hase

Verkörperung der Göttin in ihrer lebenserneuernden Funktion.

Hexenverbrennung

Versuch, alle Frauen zu unterdrücken und den immer noch bestehenden Volksglauben an die Große Göttin (z.B. Frau → Holle) auszurotten. Erst die Hexenverbrennung hat unsere Sprache nachhaltig deformiert. Bis dahin lebte die Göttin im Volksbewusstsein weiter. Nach der Inquisition wandelte sie sich in die Muttergottes / Himmelskönigin und hat weiterhin überlebt. Die Mutter des „Gottes“ ist selbst die Große Göttin.

Die Verbrennung war u.a. der Versuch, der Frau die Wiedergeburt dadurch zu verwehren, weil sie nicht zurück in die Anderswelt konnte, um dort von Cailleach wieder geheilt zu werden. Sie konnte so nicht zur Erde zurückkehren.

Hirschkuh

Urmutter als übernatürliche Hirschkuh. Verkörperung der Göttin in ihrer Funktion als Gebärerin.

Hofgrab

Ein Kammergrab mit anthropomorphem Grundriss, wie es in Nordirland und Südwestschottland vorkommt und deshalb zuweilen auch den Beinahmen „Clyde-Carlingford-Grab“ trägt. Zu den bestimmenden Merkmalen gehört ein Steingrabhügel (→ „Cairn“) in Form eines verlängerten Trapez oder eines Dreiecks, an dessen einem Ende sich ein nicht überdachter, halbkreisförmiger Hof anschließt. Von dem Hof aus gelangt man in die eigentliche Grabkammer, die entweder als zweiräumige Galerie oder mit anthropomorphem Grundriss (Form der Göttin) gestaltet ist. Datiert auf etwa 3.500 – 2.200.

Höhle

Der lebenserneuernde Schoß der Göttin
In der Triade der Göttin (“Unterwelt”) geleitet sie in ihrem 3. Aspekt die Menschen hierhin, versorgt sie mit dem Lebenswasser und nährt sie, damit sie gut vorbereitet für ihre Wiedergeburt sind. Das Zeitverständnis ist zyklisch, also in wiederkehrenden Rhythmen, womit die Menschen immer besser vorbereitet in ihr Leben einsteigen können, bis sich ihr Kreis wieder gerundet hat.
Erst mit dem Patriarchat, das Zeit linear behauptete, wurde aus diesem Rückzugs- und Heilungsort eine erfundene Verdammnis, ohne Wiederkehr. Es sei denn durch die “Gnade” des patriarchalen Hirtengottes, dessen Auswahlkriterien unklar waren / sind. Begriffe wie “gut” und “böse” fanden Eingang in das Denken, ebenso wie der Krieg und die Übervorteilung der “unteren” Schichten. Das Begreifen, dass alle Menschen Teil eines göttlichen Zyklus sind, ging verloren. Stattdessen wurde die Hölle erfunden. Diese Strafandrohung kann bis zum heutigen Tag als Manipulationswerkzeug eingesetzt werden.

Holle, Frau Holle

Göttin. Speziell der Schwarzen Göttin, die in ihrer Unterwelt / Höhle alle ihre Kinder wieder kräftigt und für ein neues Leben ausstattet.

Hölle → Höhle

Höhle des Rückzugs und der Regeneration. Gebärmutter.

Horn

Kraftzeichen, Symbol des Werdens, austauschbar mit dem Sichelzeichen. Im Kern das Zeichen des Sohn/Heros der Großen Göttin, der als „göttlicher Stier“ (→ Gott) für Fruchtbarkeit und Regen (subtrop. Bereich) zuständig war und dafür lebte und starb.  …. → Geweih, → Zahn

Hügel

Schwangerer Bauch der Mutter Erde, verwandt mit → Brotofen

Hund

png, HUND_3

Weißer oder grauer Hund, heiliges Tier der Göttin und deren Verkörperung. Vorbote des Todes, andererseits aber auch Stimulator und Beschützer des jungen Lebens. → Wolf.

Hypogäum

Unterirdische Grabanlage, deren meist eiförmiger Grundriss als Symbol für die Lebenserneuerung steht. Das großartige Hypogäum Hal Saflieni auf Malta war in drei Etagen angelegt und umfasste zahlreiche eiförmige Grabkammern.

Igel

Uterussymbol, Verkörperung der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung. Höchstwahrscheinlich abgeleitet vom Uterus der trächtigen Kuh.

Ithyphallische Figur

Stimulator der aufsteigenden Lebenskraft. Austauschbar mit Phallus und Schlange

Inzest

ist kein Begriff aus dem Göttin-Bereich. Die Schwester-Bruder-Verbindung ist vielmehr Kernstück des Göttin-Glaubens, deren Feen-Liebe die Garantie für die Fruchtbarkeit des Landes darstellte.

Inzest ist im Patriarchat zum No-Go erklärt worden, um so jeden Widerstand zu brechen und Frauen aus ihrer Kernfamilie (ehemals Clan) als Besitz in andere Familien zu schicken, wo sie sich fremden Gegebenheiten zu unterwerfen hatten. Dass der Inzest keine üblen Folgen hat, beweisen sämtliche Zuchtversuche, sei es im Pflanzen-, sei es im Tierreich, wo mit dieser Methode spezielle Leistungen weitergegeben werden.

Wäre Inzest tatsächlich ein Fortpflanzungshindernis, wären die ersten Menschen in kleinen Gruppen bereits verblödet und die menschliche Spezies hätte sich nie entwickeln können.

Kamm

→ Bürstenzeichen

Kentaur, Mischwesen aus Stier und Mann

Stimulator der Lebenskraft

Knochen

Symbol des Todes. Phalangen: Verkörperung der Todesgöttin

Knopf

Omphalos, Nabel der Welt

Krähe

Verkörperung der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung, Wechselbeziehung zu Rabe, Eule und Geier. In der irischen Mythologie trägt die keltische Göttin Morrigan auch den Namen Badb = Krähe. Die Zuordnung zum Tod könnte auch darauf beruhen, dass Krähen auch Aasfresser sind. Name der Göttin ist Coronis (Crone, engl., alte Frau). Sie wird oft mit der Krähe auf der Schulter dargestellt. Hexen wurden Krähenfüße zugeordnet, mit denen sie Todesflüche ausgesprochen hätten. Da alte Frauen auch Falten um die Augen haben, ist der Begriff „Krähenfüße“ für diese Augenfalten davon abzuleiten. Bei den klass. Römern wurde die Krähe der Zukunft zugeordnet.

Krake

Verkörperung der Göttin in ihrer lebenserneuernden Funktion, erscheint auf spätminoischen Sarkophagen.

Kreis, einfach oder konzentrisch

Kreis

In den Felsen oder aufrecht stehende Steine graviert, vermittelt er die konzentrierte göttliche Kraft der Mitte (Näpfchen, Brunnen, Menhir). Bezug zum heiligen Kreistanz. → Labyrinth.

Kröte

FROSCH

→ Frosch

Krone

→ Tiara

Kuckuck

Der Vogel der prophetischen Schicksalsgöttin. Verkörperung der Göttin im Frühling, erscheint der Kuckuck im Herbst und Winter in Gestalt eines Falken. Auch Symbol der Seele. Er symbolisiert mit der Farbe Grün den Mai und damit auch die Heiligen Hochzeiten und die sexuellen Begegnungen. Er ist ein Symbol des Sieges des Lebens über den Tod.

Labyrinth

Lebenserneuernder Schoß, tritt zusammen mit dem Bild der Eulen- und Fischgöttin auf. Labyrinth bedeutet „Haus der Doppelaxt“ (s.d.). Das Labyrinth ist der Weg zur inneren und äußeren Wiedergeburt, also gleichbedeutend mit der Reise durch die Unterwelt. Es ist ein Initiationsprozess und wird auch in neuerer Zeit gerne in Fußböden eingesetzt (Kathedrale von Chartres, Bild). Im griech. Pantheon wurde es zum Symbol der Hölle, die im Ursprung die Unterwelg der Großen Göttin ist (s. Aeneis, Vergil).

ROSE CH

Lebenssäule

Symbol des Lebens, das in allen möglichen Formen aus dem Wasser, aus einer Höhle oder einem Schoß aufsteigt. Das Bild kommt in Gräbern, Tempeln und in Keramikverzierungen vor; die Lebenssäule erscheint als wasserartige Fläche, Mehrfachbögen, Senkrechte Schlangenform, Baum, Nadelbaum oder Farn, Phallus, Stalagmiten und Stalaktiten in Höhlen.

Leviathan

die heilende Weiblichkeit, die über der ideologischen Ausrichtung der Eroberer steht und verteufelt werden muss, da gegen sie keine Dominanz durchsetzbar wäre.

Lilith

erste Frau. Sie wurde lt. Kabbala mit dem Leviathan in eine unfruchtbare Gegend verbannt. Da der → Leviathan ebenfalls Teil der weiblichen Mythologie und somit weiblich ist, können wir überlegen, ob diese Symbolaussage nicht evtl. auf die matriarchale Gesellschaft Bezug nimmt.

Inanna - Weisheit und Kraft

Inanna – Weisheit und Kraft

Linse

-> Samenkorn

Lochstein

Das Kriechen durch einen solchen Stein sollte durch die Kraft der Göttin, die ihm innewohnte, eine Stärkung bringen, Erneuerung, Initiation, Gesundheit.

Löwe

Die Göttin reitet einen Löwen bzw. führt ihn. Als Sphinx-Löwin stellt sie eine Frage. Und wenn Du sie nicht beantworten kannst, bist Du des Todes. Löwen sind auch (ähnlich Janus) der Spiegel des Gestern und Heute. Der Löwe symbolisiert die Sonne, seine Mähne entspricht dem Strahlenkranz. Als Kybele stand die Göttin auf einem Wagen, der von Löwen gezogen wurde. Die Göttin Palästinas (Anat-Bethel, Anatha Baetyl, Aschima Baetyle) wurde als „Löwengöttin“ verstanden und vollendete die Heilige Hochzeit mit Jahwe (dem El, Gott der Fruchtbarkeit).

Lotos

Der Lotos, vom Patriarchat für das oberste Chakra eingesetzt, ist ursprünglich das Symbol für das 1. Chakra der Frau / Göttin. Gleichzusetzen mit der → Vulva.

Seerose, Rot 01

Luzifer

Lichtbringer, → Satan

M

Wasserzeichen, verwandt mit der ägyptischen Hieroglyphe M und dem griechischen Schriftzeichen µ; Emblem der Göttin in ihrer lebensspendenden Funktion.

Mäander

Wasser, winkelförmige Wasserschlange; taucht in Verbindung mit der Vogelgöttin und mit Wasservögeln, vor allem mit der Ente auf.

Megalithgrab

Aus großen Steinblöcken errichtete Grabbauten (aus mega = groß und lithos = Stein). Die meisten Megalithbauten dienten als Ossuarien (Aufbewahrung von Knochen) und Kultstätten. -> Hofgrab, Dolmen, Galeriegrab und Ganggrab.

Menhir

Aufrecht stehender Steinblock, Verkörperung der Vogelgöttin als Lebensspenderin und Todbringerin (Schicksalsgöttin).

Menstruation

Menstruation, Mens, Regel ist die Schwingung ~ ~ ~ im Leben, bei der eine immer wieder mögliche Erneuerung eingeleitet wird. Zusammen mit dem Eisprung bildet dieser Rhythmus die ungeheure Anpassungsfähigkeit der Frau, auf die unterschiedlichen Gegebenheiten einzugehen. Hier unterscheiden sich Mann und Frau deutlich, denn der Mann lebt einen immer gleichbleibenden Stil – – -, der dem Leben Stabilität geben kann, während die Frau das Durchhaltevermögen ausbildet.
Interessanterweise ist die Abkürzung “Mens” gleichlautende zum lateinischen Wort “mens”, das Geist / Gemüt bedeutet.

Mondsichel

Mondphasen

Kraftzeichen, Symbol des Werdens, repräsentiert die beginnende Phase des Mondzyklus, die der Fülle also auch des abnehmenden Mondes, also die 3. Darstellung der Göttin.

Mund

Erscheint als kreisrunde Vertiefung oder geöffneter Schnabel der Vogelgöttin: ihre nährende Quelle. Als Querstrich mit drei senkrechten, nach unten weisenden Strichen: dreifache Lebensquelle

Nabelschnur oder Erhebung auf gewölbten Steinflächen

Wellenförmige Verbindung zwischen Mutter und neuem Leben. Mit dem Bild der Göttin in ihrem Aspekt des Todes und der Lebenserneuerung, besonders der Eulengöttin, assoziiert. → Omphalos

Näpfchen

Runde, mit dem heiligen Wasser der Göttin / Lebensspenderin gefüllte Vertiefung in Steinen. Quelle des Lebens und der Gesundheit, steht in Beziehung zum göttlichen Auge und Brunnen.  → Augen und Brunnen

Namen der Göttin

  • Himmelskönigin
  • Herrin des Hohen Ortes
  • Himmlische Regentin
  • Herrin des Universums
  • Erhabene des Himmels
  • Löwin der Heiligen Versammlung
  • Ihre Heiligkeit

Übersetzung des „Goldenen Esels“ von Apuleius (2. Jahrhundert u.Z.) erklärt die Göttin selbst:

Ich bin die Natur, die universelle Mutter, die Herrin aller Elemente, das ursprüngliche Kind der Zeit, die Regentin aller spirituellen Dinge, die Königin der Toten, die Königin auch der Unsterblichen, die alleinige Manifestation aller Götter  und Göttinnen, die es gibt. Mein Kopfnicken beherrscht die glänzenden Höhen des Himmels, die heilsamen Seewinde, das traurige Schweigen der Unterwelt. Ich werde in vielen Gestalten verehrt, mit unzähligen Namen angerufen und mit den verschiedensten Riten günstig gestimmt, und doch verehrt mich die ganze runde Erde.
Die ursprünglichen Phrygier nennen mich Pessinuntica, die Mutter der Götter, die von eigenen Boden entsprungenen Athener nennen mich die Cecropische Artemis, für die Bewohner der cyprischen Insel bin ich die paphische Aphrodite, für die kretischen Bogenschützen bin ich Dictynna, für die dreisprachigen Silicier die stygische Prosperina und für die Bewohner von Eleusis ihre uralte Kornmutter. Die einen kennen mich als Juno, einige als die Bellona der Kämpfe, andere als Hecate, wieder andere als Rhamnubia, aber sowohl die Äthiopier, auf deren Land die Morgensonne zuerst scheint, wie auch die Ägypter, die in den alten Wissenschaften hervorragen und mich mit Zeremonien verehren, die meiner Göttlichkeit angemessen sind, nennen mich mit meinem wirklichen Namen, nämlich Königin Isis (Anm.: Isis = griech. Übersetzung von Au Set).

  • Aphrodite, Paphische: Die Stadt Paphos auf Zypern (Kypros), war eines der Hauptzentren der Verehrung der Aphrodite (Wiki).
  • Artemis, Kekropische (= geschwänzt), aus der Erde geboren, damit durch die Große Mutter. Der Schwanz wird in der neueren („klassischen“) Sagenwelt als der eines Drachen dargestellt und bezieht sich dort auf Kekrops I.  Artemis ist die Göttin der Jagd, des Waldes, des Mondes und die Hüterin der Frauen und Kinder.
  • Aschera (auch Ascherah, Ašerā) ist die syrisch-kanaanäische Meeresgöttin
  • Aschtaroth phönizischsemitischen Ursprungs; ursprünglich die weibliche babylonische Göttin Ištar, die erst zur westsemitischen Göttin Astarte und dann später zum männlichen Dämon Astaroth wurde. Wegen der variierenden Aussprache gibt es auch div. Schreibweisen: Aschtoreth, Asthoreth, Astharoth, Astaroth
  • Astarte
  • Astlik Göttin der Liebe, Schönheit und des Wassers, sie stellt sich durch das Tageslicht dar. Ihr Held war Vahagn. Ihr Fest wurde Vardevar genannt und Mitte Juni gefeiert (Sonnenwendfest?). Dabei gießt man Wasser auf nichtsahnende Vorübergehende.
  • Athar arabische Gottheit. Der Name ist inzwischen zu einem Titel umfunktioniert worden.
  • Ate (Athch), umfunktioniert zur Göttin der Zwietracht (Hesiod).
  • AtheneKopfgeburt von Zeus (hier wird der Gebärneid des patriarchalen Gedankengutes deutlich). Ist vermutlich die Muttergöttin der Pelasger gewesen, die mutterrechtlich organisiert waren; ebenfalls Indogermanen, aber noch im kulturellen Fortschritt des vorherigen Matriarchates zu Hause. Als Tochter des Zeus war sie zuständig für Weisheit, Strategie und Kampf, Kunst, Handwerks und Handarbeit; also all die kulturellen Errungenschaften der vormaligen Gesellschaft, die vom Patriarchat kastriert wurde.
  • Au Set
  • Bellona vermutlich eine Amazonen-Göttin, die kriegerisch gegen patriarchale Attacken sich zur Wehr gesetzt hat. Jedenfalls wurde sie im römischen Gedankengut dann als Kriegsgöttin gehandelt (bello, lat. = Krieg)
  • Als Brigid ist sie die Jungfrau, die im Frühjahr mit einer frischen Rute das Wachstum einleitet, und als Cailleach die Alte, die mit ihrer Zauberrute unter dem Holunder ins Erdreich übergeht, wo sie ihre Helden zu neuem Leben und kraftvoller Stärke verhilft; sie heilt, ohne Forderungen zu stellen. Modron hält diese Rute als Stab der Kraft in der Hand, den sie unter dem Holunder aufgenommen hat, wo Brigid ihn ablegt hat, um nun den Sommer zu zelebrieren. Alle Drei sind sie die Emanation der Großen Göttin. → Modron
  • CailleachBrigid → Modron
  • Dictynna  Mondgöttin, Erdmond
  • Hekate Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge, die Wächterin der Tore zwischen den Welten. Sie ist die Schwarze Göttin und wurde deshalb im patriarchalen Gefüge zur Göttin der Magie, der Theurgie, der Nekromantie und des Gespensterspuks.
  • Hera (hiervon leitet sich Heros = Held also auch Herakles = der Hera zugehörig ab). Einmal jährlich verbindet sie sich mit ihrem Helden auf Samos zur heiligen Hochzeit. Sie wird im Patriarchat zur Schwester und Gattin des Zeus (vgl. ägyptische Mythologie, wo der Pharao grundsätzlich durch Ehe mit der Schwester von dieser im Amt bestätigt werden musste).
  • Innana (auch Ninanna, Niniana, Ninsianna, Inana, Innin, Ninegal; sumerisch Cuneiform sumer dingir.jpgCuneiform sumer inana.jpg) ursprünglich die Große Göttin im Bereich, der später Sumer zugeordnet wurde.
  • Ishthar mesopotamische Große Göttin, „wegen ihrer vielfältigen und vielschichtigen Gestalt am schwierigsten zu erfassende Göttin des sumerischen und akkadischen Pantheons“, so Dietz-Otto Edzard. Es geht vermutlich ganz einfach, wenn wir annehmen, dass sie die Göttin der vorherigen Kultur, und damit für alles zuständig war. Gleichsetzung lt. Wiki mit
  • Isis, Göttin der Geburt, der Wiedergeburt und der Magie, ägyptische Mythologie. Darstellungsform der Isis war die einer zierlichen, aufrecht stehenden oder knienden Frau mit Thronsitz auf dem Kopf. As bzw. Is ist der Thronsitz, auf dem die Göttin anzutreffen ist als Schöpferin des Lebens. Auch im späteren Pantheon der Ägypter war sie die einzige, die über magische Kräfte verfügte. Während des Alten Reiches wurde Isis an folgenden Orten verehrt: Qusae, Edfu, Abydos und Achmim.
  • Juno Göttin der Geburt und der Fürsorge, griech. Pendant ist Hera. Vermtl. wurde sie von den Sabinern als Große Göttin verehrt. Ihr Feiertag war die Matronalia (mater, lat. = Mutter). Auch gleichzusetzen mit Isis (Ägypten).
  • Kore entspr. als Mutter der Persephone, also der Großen Göttin in ihrer Funktion als Toten-, Unterwelt– und Fruchtbarkeitsgöttin.
  • Kornmutter: Die Göttin als Lebensspenderin, Rote Göttin, zuständig für die Ernte. Nach ihr wurde auch das Mutterkorn (Secale cornutum) benannt, das als Pilz am Getreide sitzen kann und hochgiftig ist. Es führt zum Wahnsinn, dann zum Tod.
  • Modron (Madron, Madrun, Morgane) ist die Göttin der Übergange – jene der „Hier- und Anderswelt“. Ihr Name bedeutet „große Mutter“. Modron ist ein Aspekt der Göttinnen-Triade. Als Brigid ist sie die Jungfrau, die im Frühjahr mit einer frischen Rute das Wachstum einleitet, und als Cailleach die Alte, die mit ihrer Zauberrute unter dem Holunder ins Erdreich übergeht, wo sie ihre Helden zu neuem Leben und kraftvoller Stärke verhilft; sie heilt, ohne Forderungen zu stellen. Modron hält diese Rute als Stab der Kraft in der Hand, den sie unter dem Holunder aufgenommen hat, wo Brigid ihn ablegt hat, um nun den Sommer zu zelebrieren. Alle Drei sind sie die Emanation der Großen Göttin. Nach Übernahme Britanniens durch die Kelten (Arthus-Sage, wo sie als die „böse“ Schwester verunstaltet wurde) wurde sie auf die Funktion einer Erd– und Fruchtbarkeitsgöttin reduziert; während sie in vorkeltischer Zeit in einer Vierer-Vereinigung alle Element und Richtungen nutzte, um das Leben in Feen-Liebe zu gestalten.
  • Persephone, Tochter der Kore und mit ihr gleichzusetzen.
  • Pessinuntica entspr. Kybele, der vormaligen Attiskultur. Dort ist sie die Große Mutter / Göttin. Ihr Heros war Attis. Auch hier ist der Geburtsneid des Patriarchates deutlich zu erkennen: Nach dem von Pausanias und Arnobius überlieferten Mythos schlief Zeus einmal auf dem Berg Agdos in Phrygien ein und ließ dabei seinen Samen zu Boden fallen. An dieser Stelle wuchs sofort der zwitterhafte Agdistis aus dem Felsen empor. Er hatte ein furchterregendes Wesen und wurde deshalb von den übrigen Göttern kastriert. Der so von seiner Männlichkeit befreite Agdistis wurde zur Großen Mutter Kybele, aus den abgetrennten Genitalien aber entstand Attis. Da Kybele und Attis ursprünglich eine Person waren, zogen sie sich gegenseitig an. (Zitat Wiki)
  • Prosperina, Stygische, bezieht sich auf den Totenfluss Styx und bedeutet abscheulich, furchteinflößend. Siehe ansonsten Persephone. Da sie mit Hades in der griech. Mythologie verkuppelt wurde, hielt sie sich jeweils ein halbes Jahr in der Unterwelt auf. Natürlich tat sie das vorher schon als Schwarze Göttin, wenn sie sich in ihrer Höhle / Unterwelt um die Verstorbenen kümmerte, damit diese bereit zu ihrer Wiedergeburt waren; also im nächsten Frühling wieder über der Erde „erblühten“.
  • Rhamnubia, auch Nemesis genannt. Sie wurde zur Göttin des gerechten Zorns und der Rache. Sie ist die Tochter der Nacht (der Schwarzen Göttin) und mit dieser gleichzusetzen. Sie hält den Zweig eines Apfelbaumes in ihren Händen (gemeint ist vermtl. der → Granatapfel) und wird von einem Greif begleitet. Auch die Furien verbergen sich hinter diesem Göttinnen-Bild.

Netz

Quelle, Feuchtigkeit, „Lebenswasser“ oder Fruchtwasser, Schamhaar, Wolle; assoziiert mit Fisch, Raute, Dreieck, Ein und Uteruszeichen sowie den lebensspendenden Funktionen der Göttin. Auf diesem Beispielbild zeigt sich das Diamantennetz der Vajravàráhí (Diamantengöttin, Saugöttin; evtl. Indus-Kultur)

Vajravàráhí, Bildquelle unbekannt

Vajravàráhí, Bildquelle unbekannt

Oculi

Augen

Omphalos

Nabel der Mutter Erde, konzentrierte lebenserzeugende Kraft, Stein oder runde Kuppe eines Hügels (Bauch der schwangeren Mutter Erde), Knubbe oder Unebenheit auf einem Menhir, Nabelschnur oder Schlange im Bild der Göttin. Kopf auf dem abstrakten hügelförmigen Körper der Göttin in der Kunst der Megalithbauten.

Ophion

Ophion, die große Schlange, symbolisiert auch in der Spirale. Sie spielt im Rahmen der Schöpfung eine wesentliche Rolle. Eurynome, die ursprüngliche Schöpferin, tanzte, um sich zu erwärmen, wild und immer wilder, bis Ophion, lüstern geworden, sich um ihre göttlichen Glieder schlang und sich mit ihr paarte. So ward Eurynome … schwanger (pelasgischer Schöpfungsmythos).

Phallus

Symbol der spontanen Lebenskraft, steht im Zusammenhang mit Lebenssäule, Pflanzen und Pilzen, eng verwandt mit dem indischen lingam. In der Skulpturenkunst mit dem weiblichen Körper verschmolzen, bekräftigt der Phallus die Lebenskraft der Göttin Creatrix. Die Schlange ist oft als Phallus gedacht.

Pilz

Phallus

Rabe

Verkörperung der Göttin des Todes und der Erneuerung. In der altnordischen Mythologie als Valkyrie, in der keltischen (irischen) als Morrigan und im keltischen Gallien als Nantotsuelta bekannt. → Krähe, Eule und Geier

Raupe

Symbol des Werdens, steht in Beziehung mit der Mondsichel und dem Horn.

Raute

Mit einem Punkt in der Mitte Symbol der schwangeren Göttin und der Fruchtbarkeit. Zwei an den Grundlinien verbundene Dreiecke, verwandt mit der Dreiecksymbolik, Bezug zur Erneuerung und Wiedergeburt.

Rot

Farbe des Lebens

Samenkorn

Symbol der Geburt und des embryonischen Lebens, entspricht der Vula

Satan

Satan, Luzifer, Engel = verteufelte Lilith, die Frau der ersten Stunde, die sehr wohl sich auseinandersetzt mit dem Leben und seinen Anforderungen. Luzifer = Lichtbringer. Engel = Boten der Schöpfung, s.a. Anderswelt und Elfen. Satan = gefallener Engel; der, der wieder zur Weiblichkeit zurückführt.

Schachbrettmuster

Symbol der aquatischen Sphäre und des Lebenswassers; alterniert mit dem Netzmuster. → Netz

Schamdreieck

3, Dreieck, Vulva. In matriarchaler Zeit dürfte sich keine Frau geschämt haben; der Begriff ist durch das Patriarchat verfälscht gewählt worden.

Schiff

„Transportmittel“ ins Nachleben und zur Lebenserneuerung. In megalithischen Grabheiligtümern erscheint es in Verbindung mit der Schlange und der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung. In bronzezeitlichen Felsmalereien Südskandinaviens taucht das Motiv in Verbindung mit Schlange, Lebensbaum, Sonne und Kultszenen auf.

Schildkröte

Symbol der Lebenserneuerung, Verkörperung der Göttin in ihrer lebenserneuernden Funktion, verwandt mit Frosch und Igel.

Schildkröte bunt 100

Schlange

Lebenskraft, Symbol mit mehreren ineinandergreifenden Funktionen; in Form einer Spirale: kosmische Lebensquelle mit ähnlicher Bedeutung wie das göttliche Auge, Sonnenkraft und Vollmond. Als horizontale Wellenlinie -> Schlangenlinie; als vertikale Wellenlinie → Lebenssäule.
Weibliches Unterwelts- und Unsterblichkeitssymbol.

Heilung. Die Unlogik der Genesis: einerseits ist die Schlange ein Heiler- und Heilungssymbol (Äskulap-Schlange), andererseits wird sie mit dem Exodus aus dem Paradies mit Füßen getreten. Als „Gewürm“, das sich durch den Dreck bewegt. Genau dorthin ist im gleichen Zusammenhang dann die Frau verbannt worden, um ihr jeden Widerstand unmöglich zu machen. Schlangengifte sind uralte Heilmittel. Sie waren schon im alten Ägypten bekannt.

Im pharaonischen Kopfschmuck war sie vorhanden und galt als Schutzsymbol.

Schlange 3

Schlangenlinie

Die vertikale Wellenlinie setzt sich häufig aus 14 -17 Bögen für die Tage des zunehmenden Mondes oder aus 29 – 30 Bögen für die Tages des gesamten Mondzyklus zusammen.

Schmetterling

Verkörperung der Göttin der Lebenserneuerung, sich aufschwingend von einem → Bukranion (Rinderschädel); minoische Darstellungen zeigen sie von einem sakralen → Hornpaar umschlungen. Enger Bezug zur Stundenglasform und zum → X-Zeichen.

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Schoß

Höhle, Grab und Uterus

Schwalbe

Prophetischer Frühlingsvogel

Schwan

Verkörperung der Vogelgöttin in ihrem Aspekt als Spenderin von Reichtum, Glück und Zufriedenheit. Mit der Musik assoziiert.

Schwan, Postkarte

Schwangerer Bauch

Symbol der Fruchtbarkeit. Im Neolithikum Symbol der Erd- oder Kornmutter und der Mutter der Toten. → Hügel und Brotofen

Schwarz

Farbe der Fruchtbarkeit

Schwein

Heiliges Tier der schwangeren Göttin (Mutter Erde), Symbol der Fruchtbarkeit

Schwein c

Sichel

Kraftsymbol, Kraft der Schlange, verwandt mit Horn und Spirale, → Mondsichel, Axt, Doppelaxt

Sonne

Symbol der jahreszeitlichen Erneuerung, assoziiert mit der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung. Austauschbar mit den Augen der Göttin, der Schlangenspirale und spiralförmigen Widderhörnern. Später wurde die Sonne zur Scheibe zwischen den Hörnern des → Bukranions (alt-ägyptische Darstellung).

Sonne 1

Weiterer Ansatz:
Sonne
= Göttin / Frau, Mond = Mann. Da Deutsch viel aus dem alten Sprachgebrauch erhalten hat, können wir über die Sprache oft einiges an Bedeutung und Herkunft ableiten. Erst die Hexenverbrennung hat nachhaltig unsere Sprache versucht zu deformieren. Bis dahin lebte die Göttin im Volksbewusstsein weiter. Nach der Inquisition wandelte sie sich in die Muttergottes und hat weiterhin überlebt. Die Mutter des „Gottes“ muss selbst Göttin sein. „Frau Luna“ ist erst viel später als Operetten-Bestandteil in die Sprache Einlass gefunden. Der Mann im Mond zeigt, dass der Mond mit der männlichen Fruchtbarkeit gleichzusetzen ist. Die Sonne ist weiblich, wie dem Genus anzusehen ist. Nur solange die Frau in ihrer Fruchtbarkeitsphase ist, unterliegt sie auch den (männlichen) Mondrhythmen. Im folgenden Bild unten sind die Mondphasen im Gehörn der Rinder (Lascaux) dargestellt.

Lascaux

Sparren, doppeltes oder dreifaches V-Zeichen

V

Sphinx

Bild weiblicher Göttlichkeit, oft mit Flügeln dargestellt. Diese Darstellung wiederholt sich in der ägyptischen Göttin Sekhmet.

sekhmet-02

→ Löwe

Spirale

Kraftsymbol, Schlangenkraft, abstrahiertes Symbol der dynamischen Schlange. Die Einfachspirale: Sie ist eins. Die Doppelspirale: Sie ist zwei. Die Dreifachspirale: die Gesamtheit. Dreifachspiralen sind Ausdruck der größtmöglichen Kraft (s. Schwellenstein 1 in New Grange). Spiralen ermöglichen vielschichtige Gestaltungen, die über alle Anordnungen auch jeweils verschiedene Inhalte transportieren.

Stein

Die Macht der Göttin. -> Brautstein, Kreis, Lochstein, Menhir und Omphalos

Stier, Kuh, Rind

Symbolisiert die Quelle des Lebens und der Erneuerung. Verkörperung der Göttin der Lebenserneuerung. Auf minoischen Sarkophagen mit Geierkopf dargestellt. Opfertier bei Bestattungsriten. Auf Kreta war es auch ein rituelles Spiel, über die Köpfe der heranstürmenden Stiere zu springen.

Kraft 30

Schon vor 7000 Jahren scheint die Form der Gebärmutter, die einem Kuhschädel ähnlich ist (zusammen mit den Eierstöcken), bekannt gewesen zu sein. Jedenfalls waren Begräbnisstätten, oft unter den Schlafstätten des Clans, mit diesen Schädeln geschmückt, die den Schoß der Großen Mutter symboliserten (s. Bonnanaro-Kultur, Sardinien, Grabkammer). → Bukranion. Dabei sind die Hörner mit dem ♂-Mond gleichzusetzen, über dem die ♀-Sonne schwebt.

Bukranion

Strömende Linien

Symbol für das lebens- und gesundheitsspendende Wasser der Göttin. -> Brunnen und für Regenwasser, das Überfluss beschert.

Stundenglasform

zwei mit den Spitzen aufeinander stehende Dreiecke. Schematisierte anthropomorphe Darstellung der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung in ihrer Gestalt als Raubvogel. Vogelklauen enthüllen ihre Identität.

Taube

Symbol des Frühlings und der Seele. Geist des universalen Eros der Weißen Göttin. Heiliges Tier der Ishtar. Missbraucht als „Heiliger Geist“ in der Bibel, der dort als Eros amüsanterweise für Marias Schwangerschaft sorgt.

Teufel

Der Teufel ist ursprünglich der Taurus, der Held der Göttin. → Stier, Kuh, Rind

Indem das matriarchale Leben abgeschafft und totgeschwiegen werden sollte, wurde aus dem Gefährten der Göttin der Teufel.

Tiara

die dreifache Krone, die auf vielen Köpfen von Königinnen zu sehen ist, ebenso auf Göttinnen-Statu(ett)en. Sie bedeutet Himmel, Erde und Unterwelt. Auch dieses Symbol wurde vom Patriarchat sinnentfremdet übernommen und wird nun vom Papst getragen.

Uterus, Gebärmutter

Symbol der Lebenserneuerung, der Schoss der Göttin, Grab in Form eines Schoßes und Hohle; in zoomorpher Form als Fisch, Frosch oder Kröte, Igel oder Bukranion (gehörnter Kuhschädel). Schon vor 7000 Jahren scheint die Form der Gebärmutter, die dem Kuhschädel ähnlich ist (zusammen mit den Eierstöcken), bekannt gewesen zu sein. Jedenfalls waren Begräbnisstätten oft mit diesen Schädeln geschmückt, die den Schoß der Großen Mutter symboliserten (s. Bonnanaro-Kultur, Sardinien, Grabkammer).

V

Erkennungszeichen der Vogelgöttin aus jungpaläolithischen Zeiten, abgeleitet vom Dreieck (bzw. vom Schamdreieck oder der Vulva). Häufig verwendet bei den heiligen Schriftzeichen des Alten Europa.

Viereck → Wirbel

Vlies

Zeichen der Vogelgöttin; erscheint auf Webgewichten und Statuetten der Vogelgöttin.

Vogel

Wichtigste Verkörperung der Göttin in ihrer Funktion als Allesgebende, die Leben und Tod, Glück und Reichtum zuteilt; auch Schicksalsgöttin. Wasservögel (Ente, Gans, Schwan) stehen für Glück, Reichtum und Nahrung; Raubvögel (Geier, Eule, Rabe, Krähe) sind Vorboten des Todes und Verkörperung der todbringenden Göttin; prophetische Vögel (Kuckuck, Eule / Kauz) kündigen Frühling, Hochzeit und Tod an; Seelenvögel (Taube, Kuckuck und andere Kleinvögel) beherbergen die Seelen der Verstorbenen.

Adler 90

Vogelklauen

Pars pro toto der Göttin des Todes und der Lebenserneuerung

Inanna - Weisheit und Kraft

Vulva

In den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen konzentrierte lebenserzeugende Kraft der Geburtsgöttin. Zugleich Sammelbegriff für alle verwandten Formen: Oval, Samenkorn oder Linse und Dreieck. Als pars pro toto der Göttin taucht das Bild bereits in der Felsenkunst des Jungpaläolithikums auf.

Wasservogel

Wichtigste Verkörperung der Vogelgöttin in ihrer lebens- und gesundheitsspendenden Funktion

Weiß

Farbe der Knochen, Symbol des Todes. Verwandt mit Geld, Gold, Bernstein, Marmor und Alabaster.

Wellenlinien

Wasser, strömende Kraft

Widder

Magisches, Reichtum verheißendes Tier, heiliges Tier der Vogelgöttin, mit Wasservögeln und der Schlange assoziiert. Widderhörner sind austauschbar mit Schlangenspiralen und Augenmotiven.

Wiedergeburt

Die mythische Vorstellung der Wiedergeburt war Kernbestandteil des Glaubens an die Großen Göttin, die als Schwarze Göttin die Menschen in ihre Höhle / Unterwelt führte, um sie dort wieder kräftig und fähig zu machen, erneut auf die irdische Reise zu gehen. Insofern verschwand niemand mit dem Tod auf Nimmerwiedersehen sondern war nur auf der Reise zu Großen Mutter. Symbolisch stellte sich dies dar durch

  • Ei, Fisch, Labyrinth und die Farben Schwarz und Rot.

Höhlen hatten also nicht nur die Aufgabe, zu Anfang der Zivilisation ein Obdacht für den Menschen in der realen Welt zu bilden, sondern sie waren auch die mythische Vorstellung, wieder in den Schoß der Großen Göttin zurückzukehren. Noch heute können wir einen inneren Weg zu unserer eigenen Mitte beschreiten, indem wir uns in der Phantasie auf einer Treppe langsam nach unten bewegen, um dort unsere eigene phantastische Welt zu erleben (Hypnotherapie, Meditationsreisen…) und uns dort zu heilen. Tempel fanden sich deshalb häufig auch in Höhlen oder diese wurden entsprechend nachgebildet. „Werde zu Erde, aus der Du gekommen bist“ ist also eben dieser ursprünglichen Vorstellung vom Werden und Vergehen entnommen. Eben so ersteht jedes Jahr neu aus dem Boden, auf dem wir wandeln, wenn Sonne, Regen und Wärme die Pflanzenwelt wieder neu ersprießen lässt. Auch hier das das Patriarchat / christl. Kirche „geklaut“ (Beerdigungsritual mit „von Erde bist Du genommen, zu Erde sollst Du werden…“)

In Gräbern werden deshalb auch häufig Knochen von Kälbern, Ziegen, Lämmern und jungen Kaninchen gefunden, ebenso wie solche, die von Schweinen, Fröschen und Igeln stammen. All diese Tiere stehen für die Wiedergeburt und die Erneuerung. Die Höhlen sind meist mit rotem Ocker ausgekleidet, da Rot auch für das Blut des Lebens steht. Ranken, Schlangen und Spiralen bilden die Ausstattung und symbolisieren ebenso die Wiederkehr. Aus dem Schoß der Großen Göttin wiederzukehren, stand für die Menschen der Göttinnen-Kultur fest. Delphi, eine alte Stätte der Verehrung, bedeutet „Schoß“. Alte Göttinnen-Skulpturen betonen den Schoß unverkennbar deutlich. Statuetten 01Heute noch ist das Fest der Wiedergeburt erhalten in → Weihnachten

Weihnachten

Al-mah (Al = Gott, mah = Mutter = Gottesmutter) als Vertreterin der Himmelskönigin gebärt den zukünfigen Gott (Jesus), den diesjährigen Hoffnungsträger für das Neue Fruchtjahr. Dabei ist dieser Zyklus das Versprechen der → Wiedergeburt, das eine Kernaussage der mütterlichen Kultur bildet. Diese Geburt sagt: Vertraue auf das Leben in seiner Fülle und seiner mütterlichen Weisheit und Fürsorge.

Wildschwein

Symbol des Todes und der Lebenserneuerung

Wirbel

Vier-Ecken-Zeichen und Kreuz. Kraftzeichen, meist in Verbindung mit der Lebenssäule oder der aufsteigenden Göttin der Lebenserneuerung, stimulierende Kraft. Das Viereck hat sich erhalten in der Windrose, die auf die vier Himmelsrichtungen verweist; ebenso wie in der Dharma-Vorstellung des Ostens.

Drehung Ea

Wolf

Begleiter der Schwarzen Göttin. Vermutlich der Grund, dass Wölfe so sehr verfolgt und teils ausgerottet wurden. Die Bereitschaft, auf den Menschen loszugehen, liegt nur dann vor, wenn andere Beute nicht mehr zur Verfügung steht. In Gegenden, die vom Menschen nicht ausgebeutet wurden, dürften sich die Wölfe sehr zurückhaltend gegeben haben, denn das Nahrungsangebot dürfte ausreichend gewesen sein. → Hund

Wolf 1_1000

X

Vier-Ecken-Zeichen und Emblem der Vogelgöttin (Kreuzband). Auf Siegeln und Statuetten mit dem Sparren assoziiert. Eingerahmt: austauschbar mit Stundenglasform und Schmetterling.

Zahlen und Ziffern

666 = 3 x die Blume des Lebens. 3 = Trinität. 6 = 2 x 3, also zwei übereinander gesetzte, miteinander verwobene Dreiecke, was in diesem Fall wieder 6 Dreiecke ergibt. Auch so wiederholt sich die Blume des Lebens. Das muss eine ziemlich heilige Zahl sein. Die Quersumme ist 18, deren Quersumme 9 ist. Die 9 ist göttlich.

Weitere Zahl-Symbole hier.

Zahn

Was im asiatischen Bereich der Elephanten-Zahn ist, wird im (elefanten-freien) Europa als Wildschwein-Zahn ausgedrückt. Beide Zähne symbolisieren die Sichel des Mondes, in Europa damit den göttlichen Vertreter des Einjahreskönig – den Helden der Göttin. In der mittleren Steinzeit wurde statt des Zahnes das Horn des Rindes verwandt.

Zeit, linear

Im patriarchalen Verständnis wird die Zeit in die Länge gestreckt. Wir verlassen damit unsere ursprüngliche Position, um dann auf eine neue Zeit zuzugehen. Mit einer linearen Zeit haben wir jedoch das Problem, keine Rückkehr in die Sicherheit des mütterlichen Schoßes der Göttin anstreben zu können. Genau das ist in der patriarchalen Religion gleich welcher Sorte auch ausgeschlossen. Damit bei so viel Hoffnungslosigkeit keine Depressionswelle gekoppelt mit Aggression und Gewalt (ungesteuert) ausbricht, wird diffus von einem Paradies gesprochen. Dieses steht jedoch nur im Ausnahmefall zur Diskussion (Gnade „Gottes“). Die Regel ist die Hölle, in der dann für „Sünden“ gebüßt werden soll.

Zeit, zyklisch

Die Zeit als Wiederkehr. Wir kehren immer wieder zurück in den mütterlichen Schoß der Großen Mutter (nährende und schützende Höhle) in der wir mit Lebenswasser von ihr versorgt werden.
Unsere sich immer wieder erneuernden Kräfte bringen uns von Zyklus zu Zyklus weiter. Hier ist auch das Symbol des Labyrinths wiederzufinden. Wir gehen auf das Zentrum zu, entfernen uns wieder, um wieder zum Zentrum zu gelangen. Dabei leben wir in der Sicherheit der uns bekannten Bedingungen, mit denen wir mit jeder „Runde“ besser umgehen zu können.

ROSE CH

Ziege

Stimuliert das Erwachen der Natur, beschützt das junge Leben, dargestellt neben dem Lebensbaum und in Tierprozessionen, die den zyklischen Verlauf der Zeit versinnbildlichen.

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